Land & Leute Burusas

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Inhaltsverzeichnis

Äußere Erscheinung und Waffen

Unterkleid

Ein Unterkleid (niderkleit) wird immer getragen, denn es dient dem Schutz der Kleidung vor Schweiß. Das Untergewand ist meist aus weißem Leinen gefertigt. Bei sehr wohlhabenden Leuten kann es auch aus Seide bestehen und mit Borten besetzt oder bestickt sein. Es kam oft unter dem Oberkleid zum Vorschein, vor allem am Halsausschnitt, unter den Tütenärmeln und unter dem Rocksaum des Oberkleides.
Ebenfalls zu den Unterkleidern zählen die Bruch (brouch) und die Beinlinge. Die Bruch ist salopp ausgedrückt eine Mischung zwischen Unterhose und Lendenschurz.
Dazu trägt man Beinlinge. Diese kann man sich etwa wie oberschenkellange Strümpfe vorstellen, die mit Bändern an Gürtel oder an die Bruch angenestelt werden. Die Beinlinge sollen möglichst hauteng sein, um die ganze Schönheit des Männerbeins zu betonen. Um das gewährleisten zu können, muss man über dehnbaren Stoff verfügen. Eine andere Möglichkeit ist das "Diagonalschneiden": nimmt man einen normalen Stoff und zieht ihn diagonal zur Fadenrichtung, weist er eine gewisse Dehnbarkeit auf. Frauen tragen lediglich Kniestrümpfe, die unterhalb des Knies und über der Wade gebunden werden.

Oberkleid (kleit, cotte, kotta, roc)

Auffällig in der derzeitigen Mode ist die Liebe zur Farbenpracht. Diese wird durch das Kombinieren von möglichst vielen verschiedenen Farben, welche möglichst leuchtend sein sollten, erreicht. Alles Farben sind möglich; je satter und kräftiger der Farbton ist, desto teurer wird das Kleidungsstück, da diese Farben nur schwer zu erzeugen sind. Ein blasses Gelb jedoch ist den Außenseitern vorbehalten: Prostituierte müssen sich durch gelbe Bänder kennzeichnen.
Wenn die Kombination von verschiedenfarbigen Über- und Unterkleid nicht mehr ausreicht, um den Wunsch nach Farbpracht zu stillen, kann das Kleid in der Mitte geteilt und mit einer andersfarbigen Hälfte zusammengenäht werden. Dieser Kleider heißen Miparti.
Die Ärmel werden eng geschnürt. Damit der Arm beweglich bleibt, ist der Ärmel im ungeschnürten Zustand überlang, sodass er sich bei der Schnürung zusammenschiebt und so beweglich bleibt. Die früher modischen Trichterärmel sind kaum noch verbreitet, aber immer wieder mal Traditionalisten zu finden.
Das Kleid der Frau hat rundherum Überlänge, so dass es beim Gehen stets elegant gerafft werden musste. Die Kleider sind weit und betonen den Körper kaum. Das Kleid ist hochgeschlossen und verfügt vorne einen kleinen Schlitz zum Durchschlüpfen des Kopfes. Dieser Schlitz wird mit einer Spange verschlossen.
Das Oberkleid wird teils gegürtet, teilweise auch gürtellos getragen. Der Gürtel wird in der Taille getragen und durch eine Gürtelschnalle mit beweglichem Dorn gehalten. Der Gürtel fällt bis auf Wadenhöhe herab. Am Ende wird er mit einer Riemenzunge beschwert.
Bei Männer reicht das Kleid nur bis zu den Waden oder bis zum Knie. Zudem weisen sie am Halsausschnitt einen Stehkragen auf.

Überkleid

Über dem eigentlichen Kleid (Oberkleid) kann noch ein Überkleid getragen werden. Das kann ein Umhang sein, ein Reisegewand, das kann aber auch ein weiteres Kleid sein. Im Folgenden soll auf die verschiedenen Überkleider eingegangen werden:
Das Surroc ist ein ärmeloses Obergewand mit tief ausgeschnittenen Armlöchern, welche mit Pelz eingefasst sein können. Er reicht bist zur halben Wade herab. Im Winter trägt der Buruser ein Surroc welches mit Pelz gefüttert ist. Das Surroc wird nicht gegürtet.
Die Bauka ist ein glockeförmig geschnittener Umhang, der oben über der Schulter geknöpft wird und nach unten zur Seite offen bleibt. Bei Frauen ist die Bauka erst ab dem Ellenbogen geschlitzt. Die Bauka kann auch einen breiten Pelzkragen aufweisen, in dieser Form ist sie aber den kirchlichen Würdenträgern vorbehalten.
Die Rakotta ist ein weites Gewand mit Kapuze, welches über den Kopf gezogen wird. Die Ärmel haben eine Glockenform bis weit über das Handgelenk. Die Rakotta liegt auf dem Boden auf, wird von Männern aber auch kürzer getragen. Sie kann mit Pelz verbrämt sein.
Die Kappa dient beiderlei Geschlecht als Reisegewand. Sie ist ein Rundum geschlossener, anliegender Mantel mit Kopfloch und angesetzter Kapuze. Sie hat ¾-Ärmel.

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