Ontan
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Giftige Pflanzen, alte Drachen und seltsame Riten - Ontan, die Perle des Südens
Gäbe es im Reich der Tausend Nationen einen ausgeprägten Tourismus, so wäre Ontan sicherlich eines der eher unbeliebtesten unbekannten Reiseziele. Zwischen der Noarja-Wüste im Norden und dem zerklüfteten Sar Katarn im Süden breitet sich diese weitläufige Dschungelregion aus, welche die Ontaner stolz ihre Heimat nennen. Bunte Banner wehen über den verstreuten Dörfern und Siedlungen des ontanischen Städtebundes. Hier wird der einsame Wanderer noch rustikal mit grinsenden Totenschädeln auf angespitzten Pflöcken vor den Palisadenwällen empfangen, während große Schilder verkünden: "Fremde haben hier nichts zu suchen!". Aber wer sie einmal näher kennen gelernt hat, die Ontaner, der wird schnell erkennen, dass es sich bei ihnen im Grunde genommen um ein recht liebenswürdiges Völkchen handelt, welches im perfekten Einklang mit einer Umgebung lebt, die ihm nicht immer wohlgesonnen ist. Und so hat auch der Dschungel seine schönen Seiten: Wer sich in acht nimmt, nicht von giftigen Tieren gestochen, fleischfressenden Pflanzen verschlungen oder einfach nur von der nächsten Rebellengruppe als Geisel genommen zu werden, der mag vielleicht schon hinter dem nächsten Baumriesen ein paar liebliche Orchideen entdecken, deren Anblick zum Träumen verleitet. *
Begleiten sie mich also auf einer Reise durch das wunderschöne Ontan und lernen sie seine Sehenswürdigkeiten, aber auch seine Schattenseiten kennen. Ach, und treten sie dabei bitte auf nichts, was mehr als sieben Beine hat.
* Achten sie bitte darauf, zu diesem Zeitpunkt in der Nähe eines kundigen Führers zu sein. Traumorchideen neigen dazu, ihre Opfer zu hypnotisieren und dann in einem einzigen Happen zu verspeisen, was nur durch wiederholtes Draufschlagen mit einem Knüppel verhindert werden kann.

