Persönlichkeiten Serawiens
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| Inhaltsverzeichnis |
Herzogin Lil Kerkul
Lil Kerkul ist bereits früh das Amt der Herrscherin Serawiens zugefallen. Ihre Mutter verstarb bereits bei ihrer Geburt am Kindbettfieber und als sie gerade einmal vier Jahre alt war, wurde sie zur Thronfolgerin ernannt, da ihr älterer Bruder Jergen, der in der Thronfolge vor ihr stand, wegen „erwiesener Nichteignung“ von seinem Erbe ausgeschlossen wurde. Vermutlich hätte die kleine Lil trotzdem eine recht behütete Kindheit verbringen können, wenn nicht kurz vor dem Ende des großen Krieges ihr Vater Opfer eines feigen Mordanschlages geworden wäre. So stand auf einmal ein unerfahrenes, gerade einmal acht Jahre altes Mädchen mit wuscheligen kastanienfarbenen Haaren und großen rehbraunen Augen vor der großen Aufgabe, ein ganzes Reich zu regieren. Vermutlich wollte sie damals eigentlich viel lieber mit ihren Puppen spielen, aber aus großer Verantwortung erwächst manchmal auch großer Tatendrang.
Anfangs stand Lil Kerkul noch deutlich unter dem Einfluss eines umfassenden Beraterstabes, die ihr nahezu jede Entscheidung abnahmen. Im Laufe der nächsten Jahre setzte sich ihr Trotzkopf aber immer wieder durch und sie traf so manche unkonventionelle Entscheidung, die sich im Nachhinein aber als goldrichtig erwies. Es heißt, dass die Junggötter ihre schützende Hand über die kleine Herrscherin halten. Dieses Glück braucht sie auch, denn mit ihrem Wagemut hat sie sich selbst bereits unzählige Male in gefährliche Situationen gebracht. Aber auch ihre Berater haben es gelernt, mit einer Herzogin zu leben, die häufig mit ihrem treuen Pferd „Cylon“ ausgedehnte Ausritte in die Wildnis unternimmt, selbst eine Waffe zu führen weiß und sich gerne unerkannt unter das einfache Volk mischt.
Jergen Kerkul
Geboren im Jahre 22 vGdR wurde der hochgewachsene und athletisch gebaute Jergen schon von früh an auf seine Rolle als Thronfolger Serawiens herangezogen. Mit seiner direkten, aber oftmals sehr ungestümen Art machte er sich bereits zum damaligen Zeitpunkt nicht nur Freunde am Hofe und trieb seine Erzieher so manches Mal zur Verzweiflung. Einen Teil seiner Ausbildung genoß er auf Einladung des Imperators in Telar, sodass es wenig verwunderlich ist, dass er politisch den Inneren Landen nahe stand und sich zu Kriegszeiten auch im Gegensatz zu seinem Vater deutlich zu diesen bekannte. Im Jahre 4 vGdR ereignete sich ein folgenschwerer Zwischenfall, als einer der engsten Berater seines Vaters auf bestialische Art und Weise ermordet wurde und mehrere Zeugen glaubhaft versicherten, Jergan in Gestalt eines Werwolfes auf frischer Tat gesehen zu haben. Jergen floh in die Wildnis und verbrachte dort mehrere Monate, während ihm in der Heimat das Recht auf den Thron abgesprochen wurde. Als er später aufgegriffen und magisch untersucht wurde, stellte man starke magische Kräfte in Jergen fest. Ob es sich dabei tatsächlich um einen Fluch handelt, der ihn zu Vollmond in einen Werwolf verwandelt, wird bis heute strengstens geheim gehalten.
Heute lebt Jergen abgeschieden auf einem Landsitz an der Mündung des Mondsilberflusses in den Spiegelsee, bewacht von einem Trupp Gardisten, die „nur zu seinem Schutze“ dort stationiert sind. Von einem alten Druiden aus den nahen Wäldern wird er regelmäßig mit seltsamen Kräutern und magischen Tinkturen versorgt, dessen Wirkung nicht bekannt sind.
| Meisterinformationen: Trägt Jergen tatsächlich einen Fluch in sich und verhindern nur diese Kräuter, dass er sich wieder in einen Werwolf verwandelt? Oder ist er Opfer einer Intrige, die ihm vom Thron verhalten soll? Nun, verehrter Spieler: Finde es selbst heraus! |
Wordan Albenfreund
Trotz seiner mittlerweile gut 70 Jahre ist der hünenhafte Wordan mit seinem langen weißen Bart und den stahlblauen Augen immer noch eine imposante Erscheinung. Er ist heute der engste persönliche Berater der Herzogin und hat sich seit dem Tode des alten Herzogs zu einem väterlichen Freund entwickelt. Seine Berufung in ein derart wichtiges Amt kurz nach dem Kriege war für viele eine echte Überraschung, da er vorher nur den Posten des obersten Stallmeisters innehatte und sich um die Pferde kümmerte. Seine Ernennung erwies sich jedoch als echter Glücksfall, da er der Herzogin stets mit klugem Rat zur Seite steht, aber auch ihre zuweilen launische Art akzeptiert. Wordan vertritt die Herzogin während ihrer Abwesenheit und übernimmt dann sämtliche Regierungsgeschäfte in ihrem Sinne.
Idril Thaelesson, der dunkle Graf
Der etwa 50jährige Idril ist ein entfernter Vetter der Herzogin und Graf von Anderquell. Er residiert auf seiner Burg etwa drei Meilen außerhalb des Ortes und gibt sich äußerst geheimnisvoll. Dies allein mag ja noch als leichte Marotte aufgefaßt werden, aber die Tatsache, dass der äußerst blasse Graf seine Audienzen nur nachts zu geben pflegt, auf seiner Festung kein einziger Spiegel zu finden ist und er einen einheimischen Koch, der seine Speisen mit Knoblauch zuzubereiten pflegte, an den Pranger stellen ließ, lassen immer wieder böse Gerüchte über sein wahres Wesen aufkommen. Ob diese Gerüchte vielleicht einen wahren Kern enthalten?
| Meisterinformationen: Der geneigte Leser ahnt es vielleicht: Graf Idril entspricht dem Klischeebild eines Vampirs. Ob er wirklich einer ist oder sein Verhalten einen ganz anderen Grund hat, sollte vielleicht einmal von einer wackeren Heldengruppe herausgefunden werden. Doch Vorsicht: Mit dem Grafen von Anderquell legt man sich besser nicht an... |

