Postille 11

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Inhaltsverzeichnis

Frieden für Ontan!

Aiken. (sr) Eine der größten Krisen in der Geschichte des noch jungen Reiches ist gebannt - jedenfalls lautet so der Tenor nach den in der Hauptstadt Vallands durchgeführten Verhandlungen. Viele Stunden hatten Vertreter fast aller Provinzen im Fürstenpalast leidenschaftliche Diskussionen geführt. Für eine Überraschung zu Beginn sorgte das Auftreten der Gesandschaft Ontans, denn gleich zwei Personen beanspruchten diesen Titel für sich. Schnell stellte sich heraus, dass neben dem Vertreter der alten Regierung auch ein mysteriöser Gesandter eines Drachen namens Ontan Ansprüche auf das Land zwischen Sar Katarn und Lehmbergen erhob. Dazu paßte auch die Kunde, dass ein gewaltiger Drache seit kurzem am Himmel gesichtet wurde. Ungewohnt einträchtig waren die Vertreter der Inneren Lande sowie Cantarias, welche für ein hartes Durchgreifen in den südlichen Provinzen (siehe auch Bericht zur Lage in Zu'can'than) forderten. Auf Widerstand stießen sie dabei vor allem von Vallands Fürst Marzuk Bodir, der den Vertreter Cantarias scharf kritisierte. Botschafter Faolan Isidur reagierte hierauf gelassen und wies auf wirtschaftliche Verstrickungen Vallands mit der gestürzten Regierung Ontans hin. Der Vorschlag Cantarias, Ontan vorübergehend (für die Dauer von 12 Jahren) unter den Schutz des Cants zu stellen und weitere Friedenstruppen zu entsenden, scheiterte allerdings an der Drohung des mysteriösen Drachen, nicht mehr als 500 Soldaten in seinem Land zu dulden. Auch wenn dessen Legitimation angezweifelt wird und Gegenstand weiterer Untersuchungen sein dürfte, einigte sich die Versammlung darauf, Ontan für die nächsten 6 Monate unter die Kontrolle von gemeinsamen Reichstruppen zu stellen.

In Ontan selbst hat mittlerweile der Abzug der cantarischen Truppen begonnen. Die Bewohner kehren wieder in die Städte zurück. Gerüchteweise sollen allerdings einige der 'alteingesessenen Rückkehrer' noch niemals zuvor in den Städten gesehen worden sein und mit einem cantarischen Dialekt sprechen.

Gesandter Lamodans ermordet!

Aiken. (sr) Ein tragisches Ereignis überschattete die Verhandlungen zu Aiken. Der Vertreter Lamodans sackte während der Verhandlungen plötzlich zusammen und konnte auch von den herbeigerufenen Heilern nicht mehr ins Leben zurückgeholt werden. Wie inzwischen festgestellt wurde, ist eine Vergiftung Ursache für sein plötzliches Ableben. Die Gerüchte um eine mögliche Beteiligung der Gesandtschaft Macarrs an diesem Vorfall reißen nicht ab, auch wenn diese alle Vorwürfe bestreitet.

Zsu'can'than wird abtrünnig!

Aiken (sr) Für großes Aufsehen sorgte auch der Vertreter Zsu'can'thans, der vehement gegen die Besetzung der dortigen Minen durch Truppen der Inneren Lande protestierte. Von offiziellen Quellen wurde diese als notwendige Maßnahme zur Befriedung des Landes bezeichnet, nachdem mehrere Missionare der Kirche des On, Rag'nag sowie Molindas von den Einwohnern des Savannenlandes erschlagen worden waren. Beifall für dieses harte Vorgehen ernteten die Inneren Lande dabei vor allem von den Vertretern Cantarias und Macarrs. Doch es geschah, womit niemand gerechnet hatte: Zsu'can'than erklärte vor allen Anwesenden seinen Austritt aus dem Reich der Tausend Nationen und erklärte sich zur freien Provinz. Ersten Anzeichen nach ist es den dortigen Truppen tatsächlich gelungen, die stationierten Luftschiffe der Inneren Lande zu zerstören und die Besatzer zurück zu drängen. Eine offizielle Stellungnahme des Imperators zu dieser Angelegenheit steht noch aus, allerdings steht zu befürchten, dass die Inneren Lande diesen Affront nicht ungesühnt sein lassen.

Gesandter Kaspriens ermordet!

Aiken. (rt) Ebenfalls während der Verhandlungen zu Aiken wurde der kasprische Botschafter in Aiken, der Winzling Yan Thabbo, auf blutige Weise erschlagen. Aussagen mehrerer Verhandlungsteilnehmer zur Folge wurde der Gesandte vom Herrscher Ober-Bananiens, Generalissimo Castro Fidelicus, hinterrücks mit flacher Hand zerquetscht. Der Große Narr, Lachmani I von Kasprien zeigte sich amüsiert, als er die Nachricht vom Tode seines Botschafters erhielt:"Wahrlich, unser humorvoller Nachbar hat uns eine glanzvolle Lektion in Witz und Tücke erteilt. Er dürfte erfreut sein, wenn wir ihn bald besuchen und in guter Tradition auch unseren Humor mit ihm teilen."

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