Die Friedenstruppen geraten ins Stocken
Zsu'can'than (sr) Keine guten Nachrichten erreichten die Redaktion von der Zsu'can'thanischen Front, wo größtenteils cantarische Truppen derzeit damit beschäftigt sind, das Land zu befreien. Was nach der Überschreitung der Grenzen Ontans zunächst wie ein Sturm begann, ist in den letzten Tagen leider zu einem lauen Lüftchen abgeflaut. Unser Kriegskorrespondent Hassan Jakel dazu: "Zu Tausenden überschritten sie unbefestigte Grenze und drangen tief in das ihnen fremde Land ein. Blitzende Rüstungen, blankpolierte Waffen und die tapfersten Helden unseres Zeitalters waren es, die mein Auge erblickte, von Horizont zu Horizont. Zunächst sah es so aus, als könnten sie das Land im Handstreich befreien, trafen sie doch auf keinerlei Widerstand, der sich all dieser Pracht entgegen setzen wollte. Munter flatterten die Banner des Cantarias, die nur teilweise mit denen des Reiches überklebt waren, im Wind, doch dann geriet der Zug ins Stocken. Doch kein Feind war es, der unseren Eifer bremste, sondern die lebensfeindliche Steppenlandschaft Zsu'can'thans. Schon bald litten viele Soldaten unter den hohen Temperaturen und den schrumpfenden Wasserreserven. Auch sind mir vereinzelt Berichte über Guerrillagruppen und gefährliche Tiere zu Ohren gekommen, die unseren Truppen zu schaffen machen." General Rhadas Jentariel von den Reichstruppen, den wir bei praller Mittagshitze bei einer Rast in seinem Zelt kurz sprechen konnten, äußerte sich dazu wie folgt: "Diese verdammte Hitze und die Nadelstiche des Feindes machen uns zu schaffen. Es wird Zeit, dass wir von anderer Seite Unterstützung erhalten. Ich wünschte mir, es wäre Nacht oder die Maccarer kämen..." Ob sein Wunsch erfüllt wurde, war dem Autor dieses Berichtes zum Abgabeschluß nicht bekannt.
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Empörung und Unverständnis in Valland
Aiken (su) Mit äußerster Irritation reagierten einflußreiche Vallander Kreise auf die Bildung und Aufstellung einheitlicher Reichstruppen. Offenbar fürchtet man in Aiken um die jahrelang so mühsam erarbeitete Neutralität Vallands, die durch eine Beteiligung an den Streitkräften dahin wäre. Angeblich soll Fürst Bodir bereits eine Depesche an sämtliche Herrscher des Reiches verschickt haben, in der er ankündigt, Valland werde nichts zu den Truppen beitragen. Allerdings werde man gerne neutrale Beobachter in die jeweiligen Einsatzgebiete senden, um die Streitkräfte bei der unparteilichen Ausführung ihres Auftrages "im Auge zu behalten". Das dem Fürsten ebenfalls zugeschriebene Zitat "Diese anderen Herrscher sind sämtlich nur rückgratlose Krüppel, die sich mit der Truppenaufstellung nur noch abhängiger von den beiden Möchtergern-Führungsländern gemacht haben" erwies sich allerdings als Gerücht.
Aufgrund eines Schneesturmes war es dem vom Fürst gesandten Chef der Eiswasserbrauerei Aikens leider nicht gelungen, pünktlich zu den Reichsverhandlungen in Oberbananien zu gelangen, wo die Bildung der Streitkräfte offensichtlich einmütig erfolgt war. Empört wiesen Vallander Regierungskreise Behauptungen zurück, der Brauereichef wäre in der Dorftaverne Unterbananiens von einem Winzling mit Bier unter den Tisch getrunken worden und habe deswegen nicht an den Verhandlungen teilnehmen können.
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