Postille 18


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Hochwasser in Lamodan

Lamodan. (cp) Schreckliche Berichte erreichen uns Tag für Tag aus dem Volksstaat Lamodan: Der Jarak-Arnen-Strom ist meilenweit über seine Ufer getretenen. Zahlreiche Bauerndörfer am Ufer des Stroms und in seinem Hinterland sind überflutet. Die Inter-Imperiale-Straße ist in dem braunen Wasser nicht mehr auszumachen, überall treiben Kadaver von Mensch und Vieh. Seuchen breiten sich aus. Die Ernte ist vernichtet. Eine Hungersnot steht kurz bevor.

Erimech

Überflutete Landstriche
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Überflutete Landstriche
Die einst so strahlende Hauptstadt des Volksstaates Lamodan bietet einen erbärmlichen Eindruck: Das dreckige Wasser des mächtigen Stroms und des Zentralsees stehen einen Deformen hoch in den Straßen, viele der überwiegend aus Holz errichteten Häuser sind bereits eingestürzt. In den Gassen treiben die Leichen der Bewohner: Die Verwaltung der Stadt hat es nicht geschafft, die Bevölkerung rechtzeitig zu evakuieren. Ersten Schätzungen nach ist bisher ein Drittel der Bevölkerung in die göttlichen Paradiese eingegangen; weitere werden den drohenden Seuchen und Hungersnot erliegen.

Miri-Walter-Stadt

Die Verwaltung der Stadt am Meer war der Situation besser gewachsen, als die Beamten in Erimech: Der größte Teil der Bewohner wurde in die umliegenden, höhergelegen Dörfer evakuiert. Auch wurden dort Lebensmittelspeicher angelegt, um die Menschen eine Zeit lang versorgen zu können. Aber auch hier ist die Versorgungslage angespannt und wird von Tag zu Tag schlechter. Das Wasser steht hoch in der Stadt, dennoch sind bisher nur wenige Gebäude eingestürzt, was wohl seine Ursache in der Tatsache hat, dass die meisten Gebäude aus massiven Stein errichtet worden sind. Die Brauereien vermelden allerdings einen total Verlust der diesjährigen Produktion. Ihr Sprecher fordert bereits die Aussetzung der Quoten für dieses und nächstes Jahr, da diese unter den gegebenen Umständen keinesfalls zu erfüllen sind.

Monster des Monats

In dieser Rubrik wollen wir Monat für Monat eines dieser seltenen und oft auch gefährlichen Tiere vorstellen, von denen Reisende und Abenteurer gerne als Monster sprechen. Mütter und Väter erzählen ihren Kindern Schauermärchen von diesen Wesen. Den Beginn dieser Reihe macht das Strappelglub.

Strappelglub

Männliches Strappelglub
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Männliches Strappelglub
Ein gar seltsames und seltenes Wesen ist das Strappelglub. Es ist ein kleines Tier: Es erreicht etwa eine Höhe von zwei Ellen, wovon allein eine Elle auf die langen, grazilen Beine entfallen. Diese Beine enden in Klauen, die sich hervorragend zum Klettern eignen. Die Beine setzen direkt am Kopf an, der alle Organe enthält. Ein weiteres wesentliche Erkennungszeichen ist das Paar Hörner, welche oberhalb der fast dreieckigen, großen Augen sitzen. Die etwa eine Elle langen Hörner sind abgeknickt, daher werden sie nicht im Kampf eingesetzt. Vielmehr spielen sie für ihre aufwendigen und langen Paarungsrituale eine wesentliche Rolle. Ihr Maul ist mit äußerst scharfen Reißzähnen bestückt; ihre Eckzähne sind deutlich länger. Ihre langen Schnurrhaare werden von Alchimisten und Konstrukteuren begehrt. Ihr Fell ist sehr kurz und hat eine Braune Färbung. Die Weibchen sind an ihrer schwarzen Fellzeichnung von den einfarbigen Männchen zu unterscheiden.

Nur selten einmal erblickt ein Abenteurer diese Kreatur. Es lebt in den weiten Waldgebieten des hohen Nordwesten des Reiches. Ein einzelnes Exemplar ist einem menschlichen Kämpfer weit unterlegen; nur treten sie leider nur selten einzeln auf; vielmehr bilden sie große Rudel in denen sie leben und jagen. Das gemeine Strappelglub ist ein reiner Fleisch- und Aasfresser. Ihre Jagdweise ist gar seltsam: Sie verstecken sich in Baumkronen und lassen sich dann zu etwa einem Dutzend auf ihr Opfer niederfallen. Als Beute kommt alles in Frage, was kleiner als ein Hirsch ist. Auch Menschen sind schon Opfer eines Rudels Strappelglubs geworden. (cp)

Kritik an Kriegsführung

Aiken. (su) Mit starker Kritik an der Art und Weise der Kriegsführung in Zsu'can'than meldeten sich jüngst einige Vallander Regierungskreise anonym im "Aiken Anzeiger" zu Wort. Der Angriff auf das Dschungelreich im Süden wurde als 'Diplomatisches Glasperlenspiel' bezeichnet, dessen wahre Gründe immer noch 'im politischen Nebel Cantarias und der Inneren Lande' liegen würden. Lediglich 'weichgespülte Möchtegernzeugen' seien bisher vorgeführt und keinerlei wirklichen Beweise vorgelegt worden. Auch die von offizieller Seite verlautete pauschale Einstufung des zsu'can'thanischen Herrschers als Reichsverräter, ohne das über diesen bisher zu Gericht gesessen worden wäre, wurde scharf zurückgewiesen. Laut Informationen des Vallander Nachrichtendienstes sollen zwar die Verluste in diesem Krieg auf Seiten der Angreifer gering gewesen sein, allerdings hätten diese die Zivilbevölkerung alles andere als geschont. Es wurde bereits angekündigt, auf dem nächsten Reichskongress 'knallharte Nachfragen' zu stellen, die Licht ins Dunkel bringen sollen. Auch wurde dringendst angeraten, dass sich diesmal der Cant und der Imperator aus ihren Schatten begeben und den anderen Reichsherrschern ihre Aufwartung machen - Alles andere käme bald einer Beleidigung gleich.

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