Postille 19


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Reichsversammlung ausgesetzt

Hauptstadt. (cp) Die Reichsversammlung, welche die Ereignisse in Zsu'can'than auf der Tagesordnung hatte, ist in letzter Minute bis auf weiteres ausgesetzt worden. Wie ist es dazu gekommen?
Angefangen hat es mit dem Schreiben aus Valland, welches wir in der letzten Ausgabe veröffentlicht haben. Darin fordert die valländische Regierung den Imperator auf, sich aus dem Schatten zu begeben und auf der Reichsversammlung zu erscheinen. Zudem wurde dem cantarischen und innerländischen Vertretern vorgeworfen, bisher nur gekaufte Zeugen vor die Versammlungen gebracht zu haben.
Der Imperator hatte aber bereits zur Versammlung in die Stadt des Imperators geladen, wo er beabsichtigte, persönlich am Tisch Platz zu nehmen. Nach und nach trafen die Diplomaten der Provinzen in der Hauptstadt ein. Zum Versammlungstermin jedoch waren nebem dem Imperator persönlich nur der Vertreter Cantarias, Faolan Isidur, anwesend; alle anderen Diplomaten weilten wohl auf dem einem oder anderen Ball oder hielten es schlicht nicht für notwendig teilzunehmen, da der valländische Vertreter noch immer nicht in der Stadt eingetroffen war.
Der Imperator und Faolan Isidur haben darufhin die Versammlung bis auf weiteres ausgesetzt. Wie aus dem Stadt des Imperators zu hören ist, erwartet der Imperator eine persönliche Entschuldigung des Fürsten von Valland.

Kommentar

Wieder einmal hat Valland die Ehre des Reiches der Tausend Nationen verletzt. Denn es war nicht das erste Mal, dass der valländische Diplomat der Reichsversammlung ferngebliebene ist: Schon zu der Versammlung in Ober-Bananien ist sein Platz frei geblieben (siehe Ausgabe 14). Damals hieß es, die schlechten Wetterverhältnisse in Valland hätten den Fürsten am Reisen gehindert. Das aber erscheint uns nur eine vorgeschobene Ausrede zu sein, denn welches Wetter bitte hindert einen echten Valländer am Reisen? Wir denken: Keines!
Warum also erscheint Valland nicht zu den Versammlungen? Und warum erhebt die valländische Regierung so schwere Vorwürfe gegen den Imperator und den Cant? Will es Zwietracht zwischen den alten Provinzen säen? Will es die alten Verhältnisse von vor der Gründung zurück? Hat sich Valland bereits aus dem Reich der Tausend Nationen verabschiedet?
Auf diese Fragen kann nur Valland eine Antwort geben. Und diese Antworten erwartet das Volk des Reiches aus Valland, ebenso wie die die Bitte um Enschuldigung.

Monster des Monats

In dem ontarischen Dschungel leben zahlreiche Tiere, Monster und Unkreaturen. Eines von diesen Tieren wollen wir unserer Leserschaft im folgenden näher vorstellen: das Totmongoz.
Das Totmongoz ist ein katzengroßer Affe. Es hat einen kleinen Kopf mit einer mehr oder minder spitzen Schnauze. An der Seite des Kopfes befinden sich die kleinen Ohren. Die Gliedmaßen des Totmongoz sind mittellang und enden in Händen mit je vier Fingern. Die Finger sind krallenbewehrt, welche dem Tier insbesondere dazu dienen, sich an Ästen und Zweigen festzuhalten. Auch der lange, äußerst bewegliche Schwanz unterstützt die sehr gewandten Kletterkünste des Affen. Das auffälligste Kennzeichen des Totmongoz ist jedoch seine Fellfärbung: Der größte Teil des sehr dichtwolligen Fells ist schwarz wie die Nacht, nur seine Vorderseite weist eine eindrucksvolle und erschreckende weiße Färbung auf: Es sieht aus, als hätte man ein kleines Skelett erblickt. Ein weißer Schädel mit tiefliegenden, großen Augen grinst den Betrachter an.
Das Totmongoz ist jedoch vollkommen friedlich gegenüber dem Menschen. Es lebt in kleinen Familienverbänden von fünf bis zehn Tieren. Es ernährt sich überwiegend von Insekten, Schnecken und kleinen Säugetieren. Es verschmäht auch die süßen Früchte der Bäume und Büsche Ontans nicht. Der Affe ist fast nur nachts aktiv, daher wirkt eine jede Begenung mit ihm um so erschreckender.

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