Postille 9
Reaktionen auf den Einmarsch in Ontan | |
VallandAiken. Mit Entsetzen wurde in der valländische Hauptstadt heute die Nachricht von der Besetzung Ontans aufgenommen. Bestätigten Meldungen zufolge soll Fürst Marzuk Bodir eine höfliche, aber nichtsdestotrotz diplomatisch deutliche, Depesche an 'die Friedensbrecher aus dem Westen' verfasst haben, in der er aufforderte, Ontans Unabhängigkeit zu respektieren und Militärübungen möglichst fürderhin anderswo abzuhalten. Der örtliche Botschafter Cantarias wurde zur Übergabe der Depesche an den Hof des Fürsten zitiert und dort nach dreistündiger Wartezeit zwischen Tür und Angel abgefertigt. Gleichzeitig wurde diesem nahegelegt, mal wieder seine Familie in der Heimat zu besuchen, falls die Besetzung Ontans länger als drei Monate anhalten sollte. Gleichzeitig bot sich der Fürst Aiken als Ort für Friedensverhandlungen in dieser Sache an. Die berühmte Eiswasserbrauerei soll aufgrund der Besetzung angeblich erwägen, alle schon eingeladenen cantarischen Händler vom diesjährigen großen Branntweinmarkt auszuladen. Der Markt findet Ende des Jahres zu Ehren des achthundertsten Geburtstages der Brauerei statt. |
Zsu'can'thanDer oberste Rat verkündete: "Wir sehen das Eingreifen Cantarias in Ontan als eine Beschneidung der Freiheit des Geistes und werden uns in heilige Kontemplation zurückziehen, um über unsere Einstellung in dieser Sache mit unseren Heiligen zu beraten. Wenn wir uns einig geworden sind, werden wir unsere weitere Meinung bekanntgeben. Zu dieser zeit aber wünschen wir, keine weitere Ausage zu tätitgen, da wir nicht von den Auswirkungen auf das Gleichgewicht wissen und wie sich die Wechselwirkung verhält!" |
ProtestnoteAiken. (sr) Genervt reagierte der cantarische Botschafter Faolan Isidur auf die unausgesprochene Drohung Fürst Bodirs. "Bitte? Ich frage mich, wie Valland reagieren würde, wenn in seinem Nachbarland Mord und Totschlag herrschten und nicht einmal die Sicherheit der eigenen Bürger gewährt werden kann. Soll Cantaria da wie eine Bananenrepublik still halten und nichts unternehmen? Die Unabhängigkeit eines Landes respektieren bedeutet nicht auch gleichzeitig, dort Vandalismus und Barbarentum zu respektieren. Fürst Bodir sollte sich erst einmal über die genaue Lage vor Ort informieren, bevor er hier große Töne spuckt." Unmittelbar nach dieser Aussage ging eine Protestnote der zu den Märchenlanden gehörenden Freien Republik Ober-Bananien (F.R.O.B.) ein. Deren Staatsoberhaupt, Generalissimo Castro Fidelicus: "Wir haben verstanden. Ober-Bananien hat seine Truppen entsandt, um in Ontan für Ruhe und Ordnung zu sorgen." Tatsächlich wurde gut die Hälfte der ober-bananischen Truppen in Form des Gefreiten Gunther Plautz in Richtung Ontan in Marsch gesetzt. Wegen einer hartnäckigen Fußpilzerkrankung ist er dort allerdings noch nicht eingetroffen. In Ober-Bananien nutzte derweil der verbleibende Rest der Armee (ein Gefreiter mit dem Namen Waldo) die Gelegenheit zu einem Militätputsch. |
BordiapurVom Rat des Städtebundes Bordiapur ist keinerlei Stellungsnahme zu vernehmen. Wir werden weiter versuchen Reaktionen des Rates einzufangen und in einer der nächsten Ausgaben zu veröffentlichen. Innere LandeAuch aus der Stadt des Imperators kamen noch keierlei Verlautbarungen zu den Ereignissen im Süden des Reiches. ExklusivinterviewHauptstadt. (cp) Das Interview mit Hamid ibn Techal, dem Hauptverantwortlichen der Feuersbrunst in der Hauptstadt, hat aufgrund wichtigerer Ereignisse keinen Platz mehr in dieser Ausgabe der Postille gefunden. Wir bitten Sie um Entschuldigung und hoffen, dass Interview in einer der nächsten Ausgaben abdrucken zu können. |

