Ranber
Art: Moos
Verbreitung: Hochwälder
Häufigkeit: selten
Ernte: jederzeit (Blätter); Frühling, Sommer (Blütenstaub)
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Haltbarkeit: frische Blätter: W10 Tage
getrocknete Blätter: W10 Wochen
Blütenstaub: W10 Wochen
Öl: 2W10+2 Monate
Der Ranber wird im Volksmund auch Drudenfuß, Gichtmoos, Harnkraut, Hexenkraut, Krampfkraut und Schlangenmoos genannt. Die moosartige, immergrüne Pflanze kriecht in ein bis zwei Meter langen Ranken mit feinen, dünnen Würzelchen am Waldboden dahin. Aus den Ranken wachsen sieben bis zehn Zentimeter lange, sich sehr weich anfühlende, verästelte Stängelchen mit dichter Belaubung sind. Die vierjährige Pflanze entwickelt im Sommer gelbliche Kolben, welche Blütenstaub, auch Bärlappmehl genannt, enthalten. Dieses Mehl verwendet man homöopathisch bei wundgescheuerten Hautstellen. Der Ranber ist eine Heilpflanze und durch seine weitausholenden, seilartigen Ranken und den gelben Blütenstaub seiner Kolben leicht von den übrigen Moosarten zu unterscheiden. Er wächst nur in nordseitigen Hochwäldern und Waldrändern ab einer Höhenlage von 600 Metern. Nach Einschlägen vergilbt die Pflanze und verschwindet schließlich gänzlich, da sie unter direkter Sonneneinwirkung ihre Lebenskraft verliert.
- Verwendung
- Aus den Blättern kann ein Dunst-Kräuterumschlag gefertigt werden, welcher gegen Hautauschläge hilft.
- Der Blütenstaub wird ein Öl hergestellt. Dieses fördert -vor dem Schlafengehen- eingenommen die Regeneration; sie steigt um fünf Punkte.
