Valländischer Lafeum-Oden
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| Valländischer Lafeum-Oden |
| Orden der Xantesklaue |
| Inhaltsverzeichnis |
Name: Ordens der üppigen Verschwendung und des Schalkes
Motto: „Deines Reichtums wird sich lediglich ein Erbe bemächtigen."
Angehörige: Der Orden besteht aus derzeit dreißig Priestern, dreißig "Gemeinen" und
etwa hundert "Wandernden".
Verbreitung: Der einzige Sitz des Ordens ist eines der größten und prächtigsten Gebäude
Aikens, die Hütte des Vergnügens und der Pracht.
Die "Hütte"
Die "Hütte" ist ein dreistöckiger Prachtbau mit vermutlich etwa dreihundertfünfzig Zimmern, Sälen und Hallen, in dem es jeden Tag zugeht wie in einer Mischung aus Taverne, Freudenhaus, Markt und Zirkus. Über dem prächtigen Eingangstor prang in goldenen Lettern geschrieben das Motto des Ordens: „Deines Reichtums wird sich lediglich ein Erbe bemächtigen."
Im Ordenshaus kann jeder der will täglich für ein Bronzestück mit allen die da sind, feiern, singen, tanzen, lachen, gaukeln oder auf sonst welche andere Arten Lafeum huldigen. Den Obolus von einem Bronzestück müssen allerdings nur diejenigen entrichten, die denken es sich leisten zu können, alle anderen erhalten auch umsonst Einlass. Genauso verhält es sich mit allen Reisenden, die eine Unterkunft für die Nacht suchen.
In Aiken gibt es keine einzige andere Möglichkeit zu übernachten außer dem Ordenshaus, sodass jeder vom Händler bis zum Abenteurer hier anzutreffen ist, was auch zur Folge hat, dass man hier alles - und zwar wirklich alles! - bekommen kann, wonach einen das Herz begehrt, man muss nur hartnäckig genug nachfragen.
Im untersten Stock des Hauses befinden sich im vorderen Teil einige Fest- und Tanzhallen sowie ein Badehaus mit allen (!) Annehmlichkeiten, die man sich wünschen kann, im hinteren Teil sind ein schöner Garten und die Stallungen gelegen. Das erste Stockwerk nennt unzählige Schlafräume sowie Speisezimmer und Fechtsäle sein eigen. Das zweite Stockwerk bleibt den Angehörigen des Ordens vorbehalten. Im Keller findet man außer der Küche und den Lagerräumen den Teil des Hauses, der neben jedem Freudenhaus des Reiches der tausend Nationen bestehen könnte.
Die Gemeinen
Der überwiegende Teil der reichen Kaufleute Vallands (jedoch nur wenige anderer Provinzen) beherzigen das Motto des Ordens und wollen ihr Vermögen lieber für ihren Lebensabend verwenden. Sie treten, wenn sie meinen sie hätte lange genug gearbeitet, in den Orden ein und überschreiben diesem ihr gesamtes Vermögen. Mit diesem Schritt werden die Kaufleute zu den „Gemeinen“, welche ihr Geld für die täglichen Festivitäten, die Erweiterung der „Hütte“ und die Ausstattung der „Wandernden“ ausgeben. So führen die Gemeinen ein angenehmes Leben in der „Hütte“, dem es an keinerlei Luxus mangelt. Geht dem Gemeinen das Geld aus, werden sie mit ein wenig Silber ausgestattet und werden zu“ Wandernden“.
Die Wandernden
Nachdem die „Gemeinen“ pleite gegangen sind, werden sie mit ein wenig Barschaft ausgestattet und ziehen durch die Welt. Dabei verlassen sie immer zu Zweit die „Hütte“, das verlangt das Gebot der Geselligkeit. Sie ziehen durch die Lande und predigen die Gebote der Lafeum.
Die im gesamten Reich als Zwillingspriester bekannten Wandernden werden in kleinen abgelegenen Dörfern gerne gesehen, da sie Nachrichten aus dem Reich bringen und –was viel wichtiger sind- ein wenig Farbe und Spaß ins Leben der Dorfbewohner.
Die Priester
Die Gruppe der Priester lebt in der „Hütte“ und ist für die Verwaltung des Ordens zuständig. Sie senden die Expeditionen aus, welche in abgelegenen Landstrichen Vallands nach neuen Gold- und Edelsteinvorkommen fahnden. An diesen neuen Vorkommen nacht der Orden natürlich einen entsprechenden Profit, welcher nicht ganz unerheblich zur Finanzierung der Festivitäten herangezogen wird. Des weiteren sorgen sie selbstverständlich für das Seelenheil ihrer Schäfchen. Sie planen und führen die täglichen Fest durch und halten die Göttinnendienste ab.
Die Gebote des Ordens
Die Göttin verlangt von all ihren Gläubigen und somit auch den Mitgliedern des Ordens die Befolgung von vier Geboten.
- Gebot der Geselligkeit
- „Du sollst einen Gast bei Dir aufnehmen und ihm Wärme und Freude schenken.“
- Gebot des Humors
- „Du sollst stets ein Lächeln auf den Lippen führen.“
- Gebot der Ruhe und Gelassenheit
- „Du sollst keine Hektik und Unruhe verbreiten, also bleibe ruhig und gelassen.“
- Gebot des Feuers
- „Du sollst kein wärmendes Feuer erlöschen lassen.“
Die Auslegung der Gebote wird ganz unterschiedlich gehandhabt. Der konservative Flügel der Lafeum-Kirche legt die Gebote sehr hart aus, so betrachten sie auch eine Kerzenflamme als wärmendes Feuer. Sie deuten den Begriff „Wärme“ des ersten Gebotes als Wärme des Feuers und „Freude“ als einen guten Witz und ein schönes Lied.
Neue Strömungen innerhalb der Kirche deuten die Gebote deutlich liberaler, ein „wärmendes Feuer“ ist nur Ofenfeuer oder ein Lagerfeuer, während Kerzen, Fackeln und Lampen gerne gelöscht werden können.
Fähigkeiten der Zwillingspriester
- Ruhe und Ausgelassenheit
- Die beiden Priester fassen sich in Mitten einer Menschenmenge aneinander an den Händen. Der erste spricht die Worte: „Heilige Lafeum, schenke meinem Bruder/Schwester Ruhe und Ausgelassenheit.“ Dann gibt er ihm einen Kuss auf den Mund. Der Geküsste spricht die Worte: „Heilige Lafeum, schenke auch diesen Gläubigen deine Ruhe und Ausgelassenheit“, dabei schwenkt er eine Arme im Kreis über seinem Kopf.
- Die Göttin schenkt der Menge Ruhe und Ausgelassenheit. Eine Menschenmenge bricht nicht in Panik aus. Die Menschen zu einander zugeneigt, beginnen dann ausgelassen zu lachen und sich in die Arme zu fallen.
- Die Priester legen beide eine Probe in „Götter/Kulte“ ab und erschweren sie sich um einen beliebigen Wert. Der Wert des ersten Priesters entspricht der Dauer in Minuten, welche die Wirkung anhält. Der doppelte Wert des zweiten entspricht der Menschenmenge, welche beeinflusst wird.
- Entzündender Funke
- Die Zwillingspriester sprechen die Heiligen Worte „Lafeum, wir bitten Dich, entzünde dieses Holz, damit es Wärme spenden kann.“ Die Priester recken gemeinsam ein eine Elle langes Stück Holz in die Luft.
- Beide Priester legen eine „Götter/Kulte“-Probe ab. Bei Erfolg beider Proben entzündet die Göttin das Stück Holz, sodass mit der Flamme ein größeres Feuer entflammt werden kann. Wird eine der Proben freiwillig erschwert, erlischt das entzündete Stück Holz für die nächsten Minuten (entsprechend der Erschwernis) und keinerlei Umständen.
- Die Göttin entzündet ein Stück Holz natürlich nur, wenn damit auch ein Lagerfeuer, ein Ofen, Kamin oder ähnliches entzündet werden soll, nicht jedoch wenn es als Fackel missbraucht werden soll.
