Voodoo
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Im Gegensatz zu manchen anderen Religionen basiert Voodoo nicht auf Schriften, sondern auf der Praktizierung von Riten.
In den Voodoo-Kulten wird ein höchster Gott Q-Ba verehrt. Daneben existieren jedoch weitere Götter, so der Vermittler zwischen Göttern und Menschen Papa Wins, der Fruchtbarkeitsgott Gud („Himmelsschlange“) und seine Gattin Siglef, die Regenbogengöttin („Herrin der Himmelsschlange”). Außerdem existiert im Voodoo ein ausgeprägter Ahnen- und Totenkult. Auch Geister, die so genannten L’aho, werden angebetet. Bei ihnen handelt es sich um Geisterwesen, denen die Züge Heiliger oder auch Engel übertragen wurden. Weitere Elemente des Voodoo sind Kerzen, Glocken, Kreuze, Gebete, das Taufritual sowie das Schlagen des Kreuzzeichens, Tanz, Trommeln, der Zombie-Glaube und die Verehrung der Ahnen.
Voodoo-Zeremonien werden von einem Priester, dem so genannten Hou’ngan, geleitet oder von einer Priesterin, die Mahamba genannt wird. Während des Rituals rufen die Gläubigen durch Trommeln, Tanzen und Singen die L’aho herbei, damit sie von den Tänzern Besitz ergreifen. Jeder Tänzer verhält sich dann in einer für den Geist typischen Weise. Während sich der Tänzer in Trance oder Ekstase befindet, vollzieht er Heilungen und erteilt Weisungen. Man unterscheidet weißmagische (Umbasa) und schwarzmagische (Quimbasa) Riten.
