Wälder Cantarias
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Der Forochel
Der Forochel liegt an den südlichen Ausläufern des Ered Argonidia und erstreckte sich vor Urzeiten bis an die Ufer des Golothwaith. Auch wenn die sogenannte Zivilisation mittlerweile sehr an seinen südlichen Ausläufern gezehrt hat und weite Flächen gerodet und in fruchtbares Ackerland verwandelt worden sind, ist der Forochel immer noch ein Wald von gewaltigen Ausmaßen und voller Geheimnisse. In der Bevölkerung gilt der Forochel meist als düster und bedrohlich, und dies hat vor allem einen Grund: Zahlreiche Orkstämme haben sich den Forochel zur Heimstatt gemacht und sind immer wieder plündernd und brandschatzend aus den Tiefen des Forochels in die Ebene des Golothwaith vorgedrungen. Aber auch ohne seine Bewohner wären weite Teile des Forochels eine lebensfeindliche Umgebung, besonders die höhergelegenen Teile des Gebirgswaldes haben schon so manchen Wanderer das Leben gekostet, der unachtsam einer plötzlichen Lawine zum Opfer fiel oder in einem der reißenden Bäche der Schneeschmelze ertrank. Auch leben im Forochel etliche Drachen, die wie stumme Wächter aus dem Gebirge kommend über dem Wald kreisen, um ihr Gebiet gegen Fremdlinge zu verteidigen.
Der Wald von Hylonien
Dieses gewaltige Forstgebiet ist neben dem Forochel eines der wirklich unerforschten Gebiete Cantarias. Der Wald von Hylonien bedeckt fast ein Viertel der gesamten Fläche Cantarias, von den südlichsten Außenposten bis wenige Meilen vor Velinor, vom unergründlichen Meer von Mithrond im Westen bis zun sanften Hügeln der Lehmberge im Osten. Kaum ein Pfad führt durch diesen gewaltigen Forst, der sich von einem gemäßigten Mischwald im Norden bis zu einem regelrecht dschungelähnlichen Gewirr im tiefen Süden wandelt. Welche Geheimnisse in den Tiefen dieses Waldes verborgen sind, weiß wohl selbst der Cant nicht, doch immer wieder ziehen mutige Abenteurer in die Tiefen des Waldes von Hylonien hinaus, angezogen von Märchen und Geschichten über sagenumwobene Schätze, uralte Elfenkulturen und längst vergessene Städte. Doch nur selten kommt jemand aus den Tiefen des Waldes zurück, um der Welt von seinen Erlebnissen zu berichten... Einzige nennenswerte Straße durch den Wald von Hylonien ist die große Handelsstraße, die sich von Thelarion am Meer von Mithrond bis nach Albenost erstreckt und bereits vor hunderten von Jahren angelegt worden ist. An dieser Straße befinden sich fast alle Ansiedlungen, abseits des Weges ist nur ein schmaler Streifen von vielleicht 5 Meilen genauer bekannt, was sich dahinter erstreckt, wissen nur die wenigsten. Der zum Ackerbau wenig geeignete Boden hat bisher verhindert, daß weitere Teile des Waldes gerodet wurden, lediglich das Gebiet um Kyndoch, der größten Ansiedlung der Region, liegt wie eine Oase der Zivilisation inmitten dieses Gebietes, das genauso gut eine Wüste sein könnte. Nur die mutigsten Jäger wagen sich tiefer in den Wald hinein, wo sie meist reiche Beute machen können, da etliche Tierarten den Wald ihre Heimat nennen. Heimat ist der Wald von Hylonien auch für zahlreichen Elfensippen, von denen nur wenige Kontakt zu den Cantariern pflegen und dem Reich meist nur deshalb formal angehören, weil sie sich nicht im Krieg mit ihm befinden.
Der Ur Batan
Ein gar seltsamer Wald ist der Ur Batan, der sich mitten in der Steppe von Hanburien erhebt. Zwar bildet er die einzig nennenswerte Vegetation in der gesamten Region, doch der verirrte Wanderer findet hier weder schattenspendende Nadelhölzer noch grüne Laubbäume. Der Ur Batan besteht fast ausschließlich aus trockenen, ja fast versteinerten Stachelgewächsen, die ein Durchqueren fast unmöglich machen. Kaum jemand, der sich auf einem der wenigen Wege in diese unheimliche Region gewagt hat, ist jemals wieder zurück gekehrt, um von seinen Erlebnissen zu berichten. Gerüchts sprechen von einem versunkenen Schloß, ja sogar von einer geheimnisvollen Stadt in seinem Zentrum. Ob diese Gerücjte stimmen und ob wirklich ein Fluch der Junggötter die Bewohner dieser Stadt getroffen und sie von der Außenwelt abgeschnitten hat, ist nicht bekannt. Einzig einige seltsame Kener leben einsiedlerisch am Rande des Waldes und wagen sich hin und wieder hinein. Aber wer glaubt denn schon einem Kener?
Der Goron-Forst
Der Goron-Forst bildet die nordöstliche Grenze der Goldenen Au. Kein anderes Waldgebiet in Cantaria ist so 'zivilisiert' wie der südliche Teil des Goron-Forstes. Bereits seit Jahrhunderten ist dieses Gebiet das bevorzugte Jagdrevier der reichen Bewohner der nahe liegenden Städte und so ist es auch nicht verwunderlich, dass zahlreiche Jagdschlösschen unvermittelt auf malerisch-kitschigen Lichtungen den unvorbereiteten Wanderer überraschen. Der nördliche Teil des Waldes dagegen ist weniger erforscht. Zuweilen nutzt die eine oder andere Räuberbande den Wald als Unterschlupf und auch Orks wurden hier schon vereinzelt gesehen. Daneben gibt es aber auch einige Holzfällerlager, in denen allerlei rauhe Gesellen ihr täglich hartes Brot verdienen.
