Waldelfchen auf großer Tour

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Inhaltsverzeichnis

Muntere Recken auf dem steinigen Wege nach Dortmund

Auch dieses Jahr öffnete das Fritz-Henßler-Haus seine Pforten und lud zum 10ten Rat Con ein. Doch zu den besagten "Pforten" mussten sich die RSCTler erst einmal durchschlagen, behindert durch Stau auf den heimischen Autobahnen, einigen Blasenschwächen oder verplanten Mischas, die selbst ihr Berufschulgelände nicht einordnen können, erwies sich die Fahrt als äußerst schwierig. Dennoch gelangten wir nach stundenlanger Autofahrt endlich - mit ein wenig Verspätung - ans Ziel. Dann: Neue Probleme mit dem Lütten. Mischa konnte seine Karte nicht finden und lief desorientiert duch die Staßen Dortmunds um Walters Auto zu suchen. Wir anderen besetzten schon mal ein gar lauschiges Plätzchen im Keller. Dieses wurde uns jedoch kurz danach von unseren "Freundinnen", der fanatischen Boroni und der "Pferdefrau", streitig gemacht. Erschöpft von der Fahrt tigerten wir alle (nur der Walter nicht) zum ortsansässigen "Pizza Hut" und bestellten diverse Wagenräder-Pizzen. Immer noch erstaunt von meiner herausragenden Leistung, eineinhalb Stück Pizza zu verzehren, schlenderte ich mit den anderen und meinem vollen Bauch zurück. Walter der sowiso zurück geblieben war, leitete ein sehr interessantes Kartenspiel Namens "Werwölfe im Düsterwald", das mich immer wieder an sinnloses Gemetzel, Tod und Verderben erinnert. Sehr lustige Dinge halt. Irgendwann zog es mich dann zum Spielrunden-Aushang. Lobenswert ist sicherlich, dass dort wenigstens ein paar Spielrunden hingen, aber leider nur solche, die schon seit mindestens 2 Stunden liefen. Also irrte euer kleines Elfchen voller "Begeisterung" durchs Haus und traf irgendwann auf Sven und Mirco. Da Sven noch ein kleines Hüngerchen verpürte machten wir uns auf zu McDoof. Auf dem Wege dorthin musste Sven uns unbedingt den berühmt-berüchtigten "Don Club" zeigen, in den Mirko und Nicolas vor einigen Jahren fast einmal eingeladen worden wären. Die Fressorgie bei McDonalds wollen wir nun nicht weiter aufrollen...

Zeitsprung

Dortmund: 7:30 uhr, der Look hält?
Nein! und deshalb machten sich die Frühaufsteher Mona, Merten und Lilli auf zu den hoch angespriesenen Duschen die in einer Sporthalle 500 meter von dem Con gelände endfernt standen. Frisch, fröhlich und sogar frei von Schmutz ging es weiter. Um knapp 10:00 Uhr versammelten sich Sven, Mirco und ich (Lilli) in einem hoffnungslos überfüllten Raum, wo wir auf den Meister des abgewandelten DSA-Systems "Kleine Helden" trafen. Ein durchaus possierlicher netter Kerl. Ich spielte eine 15jährige Waldelfe, deren Lieblingsbeschäftinung es war, bei Mama am Rockzipfel zu ziehen und zu fragen: "Mama" - Ich gucke gaaaaanz lieb - "Kannst du mich mal verzaubern" und dann noch eine glückliche Charismaprobe hinzulegen. Dies ist übrigens auch meine Lieblingsbeschäftigung, nur in anderem Zusammenhang. Irgendwann endete dann diese Runde und neue Herausforderungen mussten her: Diese stellte sich für mich als "improvisiertes Spielleiten" herraus. Kaum hing mein Spielrundengesuch, stürzten sich die Leute wie wilde Tiere darauf. Es entwickelte sich eine wirre Idee in meinem Kopf, wobei ich mir ein paar Elemente aus Svens bekannten Überwals-Abenteuern klaute. Ich muss sagen, da ich in Zeitnot war und eh nicht so toll leiten kann, endete diese Runde in einem Dilemma.

Zeitsprung 2

Um punkt 18:00 Uhr begann das "Dr. Brain"-Quiz, es wurden aus dem Publikum diverse Leute gesucht, die daran teilnehmen wollten. Als die Frage des Moderators "Nun suchen wir den oder die dünnste, wer will?" fiel, pickste mich Mischa in die Seite und unter lautem Gequietsche sprang ich auf. Leider wertete das dieser Mensch auf der Bühne als eine Meldung und ich müsste ebendort hinauf. Von da an gehörte ich zu Team 3 und nach und nach trudelten die anderen Teilnehmer ein. Zuerst ein dicklicher Riese, dann ein schlanker dünner Wicht und zu guter letzt ein Mathematiker. Wesen, die ich nie verstehen werde... wie auch immer. Ich war der Publikumsliebling, und als ich dann auch noch alle unsere 35 Punkte setzte und die Frage meines Lebens gestellt wurde: "Wer ist das?" brachen die Zuschauer in freudiges Gejohle und Gejubele aus. Leider wusste keiner aus unserem Team, wer die besagte Person auf dem Bild war - und wir verloren die Hälfte unserer Punkte und konnten sie letztendlich nicht verdoppeln. Die Antwort lautet übrigens: "Gilly", eine gar possierliche Comicfigur. Das Team 3 blieb seiner Zahl treu und wurde 3ter. Was allerdings nicht weiter verwunderlich war, da wir alle totale Pappnasen waren. Trotz alledem sackten wir alle coole Preise ein, ich schnappte mir einen DSA-Roman namens "Rabengeflüster".

Die gar lustig-blutige Filmnacht

Um 20:00 Uhr begann die Filmnacht. Es wurden zahlreiche Filme gezeigt, ich sah mir in Begleitung von Mirco und Huba (Hubert) Troya an. Die anderen gingen irgendwo Cocktails trinken. Der Film war für meinen Geschmack zu unübersichtlich, so schlug ich mich also durch diese "anspruchsvolle" Kost. Diverse Male kippte ich fast von meinem Sitzplatz, weil ich mit den beiden Jungs über den Film gelästert hatte und dabei einen mittelschweren Lachanfall bekam. Böse Blicke trafen mich als ich zum 10ten mal fragte, wer dieser Kerl in Minirock denn nun gleich noch sei? So zog ich mich irgendwann zurück um schlafen zu gehen. Ich schlenderte zum "Schlaf-Flur" und dachte mir so: Halt Stop, hab ich da nicht was vergessen? Ah, richtig, der junge Sven wird ja mal wieder ein Jährchen älter. Und wir haben keine Torte für ihn? Das geht ja garnicht an, los, Elfchen, denk dir was aus... So wurde ich furchtbar kreativ und besorgte verschiendene Dinge für die perfekte Geburtstags-Torte. Eine schwarze Kerze deponiert auf einem schön angerichteten Nutella-Brötchen, umrahmt von 4 Ü-Eiern auf einem Pappteler. Eine extra Erlaubnis für die brennende Geburstagskerze war schnell geholt, der Dackelblick zieht eben immer. Um Punkt 0:00 Uhr überreichten wir Sven seine Geburstagstorte und ließen ihn und Kai mit diesem Prachtwerk alleine im Kinosaal zurück. Auch Elfchen müssen schlafen, dachte ich mir dann irgendwann und legte mich in meine Schlafecke. Leider erwies sich das als höchst unbequem und so zog ich um. Mein neues Reich sollte der Toilettenflur im Keller sein. Nach einer Stunde Herumwälzen schloss ich das Fenster durch das ohrenbetäubender Lärm drang. Ich bastelte mir ein Schild mit der Aufschrift "Bitte bitte Ruhe, das kleine Waldelfchen braucht doch ihren Schlaf..."

Dies fanden einige Leute so niedlich das sie mich gleich alle fotografieren mussten und solch süsser Kram. Im Endefekt hat mir das Schild ja was gebracht, nämlich 6 Stunden Schlaf und relativ viele Sympathiepunkte bei einigen Menschen.

Der Morgen danach

Am Sonntag morgen stand ich gut gelaunt auf, putzte mir meine Beisserchen und klebte mir meine Ohren wieder richtig an. Ich wurde von vielen Leuten auf mein gar sooo niedliches Schild angesprochen und fühlte mich irgendwie reichlich verarscht. Ich entschloss mich beim "Plan des Väterchens" mitzuspielen und musste meine Chance natürlich erstmal auswürfeln. Ich kam also an den Alveran-Stand und sagte "Hallo" Lange Zeit herrschte Stille, nur das vertraute Schnarchen der übermüdeten Rollenspieler nebenan war zu hören. Ich war so verplant und müde, dass ich nicht mal meinen eigenen Namen wusste und erstmal einige Zeit über diese durchaus poetische Frage "Wie heißt du?" nachdenken musste. Um 10:00 Uhr wurden die Teilnehmer bekannt gegeben. Und wie sollte es auch anders kommen? Ich war dabei. Die Runde war erste Klasse. Ich werde die großen Augen von Patrick "Paddy" Fritz nicht vergessen, als er mich zum wiederholten Male ungläubig fragte: "Mit was fliegst du?" Ja, meine Damen und Herren, meine Hexe hat ein gar praktisches und kreatives Fluggerät - einen Bollerwagen.

Irgendwann waren dann auch alle müde und wollten nach hause, also fuhren wir frohen Mutes los. Es war keine besondere Autofahrt, diverse Anekdoten wurden erzählt, die deutschen Autobahnklos unsicher gemacht und viele andere lustige Dinge. Die RSCTler hatten wieder mal eine mehr oder weniger gelungene Convention hinter sich gebracht und fielen wohl alle nach und nach ins Bettchen. Was ich noch zum Ratcon zu sagen habe? Ich vergleiche ihn einfach mal mit einer Blume, die lange kein Wasser mehr gesehen hat. Hoffentlich erblüht sie nächstes Jahr noch einmal richtig.

Euer Waldelfchen Lilli